Wahl bei mehreren Bewerbern um ein Amt

Bundesgerichtshof


Auch wenn es in der Vereinslandschaft immer seltener vorkommt, so gibt es regelmäßig immer wieder Fälle, in denen sich mehrere Personen um ein Vereinsamt bewerben. Dann stellt sich die Frage, wie die Wahl zu diesem einen Amt durchzuführen ist. Nach § 32 Abs. 1 Satz 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) werden Beschlüsse der Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Zu diesen Beschlüssen gehören auch Wahlentscheidungen, wobei der Grundsatz "ein Mitglied eine Stimme" gilt (BGH, Urt. v. 28.11.1988, Az. II ZR 96/88). Das heißt, dass bei einem Bewerber um das Amt dieser gewählt ist, wenn er mehr Ja-Stimmen erhält als Nein-Stimmen.

Wie ist aber die Wahl durchzuführen, wenn es mehrere Bewerber um ein Amt gibt? Mit dieser Frage hat sich der BGH in einem aktuellen Urteil (Urt. v. 18.01.2019, Az. V ZR 324/17) auseinandergesetzt. Wie er entschieden hat und warum, das erläutere ich in einem neuen Aufsatz. Diesen finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!